Körperfluss und Seelenfluss, Gleichgewicht von Kali-Durga, Christusbewußtsein
Neben der vertieften Asana-Praxis wird den körperlichen und psychischen Voraussetzungen eines jeden Teilnehmers Aufmerksamkeit gegeben:
• Yoga lehren bedeutet den vollen Einsatz aller körperlichen Kräfte .
Gesundung (Ausgleich von Übersäuerung und Mangelzuständen) und Gesunderhaltung (Einsichten in die Bedingungen von Gesundheit) sind notwendige Konzentrationspunkte. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist dabei dringend zu empfehlen.
• Yoga greift tief in unsere Seele hinein und verändert uns - wühlt uns auf, da in jedem gestauten Gelenk, in jedem blockierten Muskel unterdrückte Energie (Gefühle und Gedanken) vergraben sind. Es ist wichtig, diese Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und zu unterscheiden. Ist es Traurigkeit, Wut,... und in welcher Situation sind sie entstanden? Warum habe ich sie unterdrückt?
Ist der Übende überfordert, ist es sinnvoll durch Übungswechsel andere Bereiche der Seele aufzusuchen (Freude, Licht, Kraft), um sich dann später erneut dem fordernden Bereich zu stellen. Wichtig: Immer wenn ich mit Hingabe übe, bin ich mir vollkommen ausgeliefert – im reifen Stadium meiner Seele, im Wachstumsstadium meinem Charakter. In der Ausbildung werden wir den Charakter kennenlernen, seine Voraussetzungen, seine Prägungen und Möglichkeiten seiner Überwindung.
Unterstützend bei diesem Prozess der Charakterauflösung sind Familienstellen, Bachblüten und Nahrungsergänzungsmittel (Fitline). Sich diese Bereiche zu erschließen, bildet einen wichtigen und verbindlichen Bereich der Ausbildung.
Einem Yoga-Lehrer müssen diese Wirkungen der Yoga-Praxis bewusst sein, soll Yoga zu immer mehr Seelentiefe führen. Es ist der Prozess von der astralen in die ätherische Lebensführung hinein, von der Charakterausrichtung in die Seelendimension. So werden Widerstände („Pech“ und „Unglück“) zum Maß, auf welcher Ebene ich mich gerade befinde. Empfinde ich sie als Scheitern, als Schmach, als Peinlichkeit, kann ich sicher sein, von der Ebene des Charakters aus zu urteilen – in der Anmaßung des Rechthabenden (negative Kali-Ausrichtung).
Empfinde ich sie als Möglichkeit zu wachsen, durch die Widerstände eine neue Ordnung, eine tiefere Wahrnehmung zu entwickeln, hören sie auf ein Unglück zu sein, sondern werden als Hilfe, als Chance angenommen - den Fallen des Charakters zu entschlüpfen (positive Kali-Ausrichtung).
Wir bewegen uns damit innerhalb der Dimension des Karma. Dem „negativen“ Karma unterliege ich so lange wie ich Charakter sein will, richtig sein will, wie ich Anerkennung, sozialen Status begehre. Erst die Gleichgültigkeit dem gegenüber, die Demut vor den Wechselfällen des Lebens (Kali – Durga) lässt der reifen Seele Raum sich weiter zu offenbaren (Ebene des Hals-Chakra).
Identität wurde aufgebaut als Ersatz für die Impulsivität, dem Lebensfluss der Seele. Identität ist Verhalten, Fehlhaltung, Anhalten von Seelenfluss, vom Leben selbst. Vertiefen wir uns in den Fluss des Lebens durch Yoga, lösen sich Identitäten zwangsläufig auf – unser Leben wird sich verändern, muss sich verändern hin zu einem Leben, welches Seelenkraft offenbart. Wir folgen dann den Regungen des Herzens (Aktivierung des Herzchakras). Wir bleiben bei dem oder finden das, was wir in Liebe leben können. Nur Liebe weitet die Seele und den Körper. Nur Liebe schafft keine Blockierungen, kein Verhalten.
Yoga führt uns in die Klarheit des Herzens (Stabilität des Herzchakras: Christusbewußtsein). Wir können schließlich nur noch das tun, was wir lieben, wir können nur noch mit Menschen zusammen sein, die wir lieben. Jeder Zweifel weicht, was richtig und wichtig ist - man merkt es daran, ob das Herz sich weiten kann, ob wir in Freude und Liebe sind. So führt Yoga zur Heiligkeit des Lebens selbst. In diesen Strom werden wir uns während der Ausbildung hinein bewegen.
